Trainer... Das Salz in der Suppe!

Das Ergebnis eines Wettkampftages entscheidet sich zu 80-90% nicht an Wettkampftagen selbst, sondern in der Zeit dazwischen. Die übrigen 10-20% hängen davon ab, wie gut Athleten imstande sind, ihr erarbeitetes Können an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit "per Knopfdruck" abzurufen. Heute möchte ich einen Blick auf den Löwenanteil werfen: Die 80-90%, die Trainingsphase beziehungsweise - in Person - die Trainer... und weshalb sie ab einem gewissen sportlichen Niveau zu den wichtigsten Leistungsträgern gehören.

Wenn Athleten mit Motivation, Einsatz, Willen und innerer Haltung die Voraussetzungen mitbringen, die es braucht, um im Sport erfolgreich zu sein, wird die Arbeit der Trainer zu dem Puzzleteil, das über das weitere Vorankommen entscheidet. Dabei gestalten sich ihre Aufgaben komplexer und vielschichtiger, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Es geht nicht alleine darum, das Können, was man sich selbst in der aktiven Zeit angeeignet hat, an andere weiterzugeben. Angefangen bei der Ist-Stand-Analyse, der kurz- und langfristigen Strukturierung und Schwerpunktlegung der Trainingseinheiten bis hin zur Didaktik, also dem "Wie vermittele ich Inhalte", haben Coaches bereits im regulären Trainingsbetrieb eine Fülle herausfordernder Aufgaben zu bewältigen. Je nach Sportart kommt die Betreuung an Wettkampftagen, das Fällen schwieriger strategischer und taktischer Entscheidungen dazu. Es ist selbsterklärend, dass das Ganze bei Teamsportarten noch einmal deutlich komplexer wird, wenn es darum geht, jeden Einzelnen zu fördern und gleichzeitig das Wohl der Mannschaft und deren Weiterentwicklung im Blick zu halten und eine gute Balance zu etablieren. Zusammengefasst: Es gibt sehr viel Raum, Vieles richtig zu machen. Hier unterscheidet sich die Qualität und Effizienz des Trainings, hier werden Coaches zu entscheidenden Leistungsträgern. Trainer, sowohl im Ehrenamt als auch professionell, üben ihren Job oft mit viel Leidenschaft und Engagement aus, so dass auch die eigene innere Ausgeglichenheit und der Spaß an der Tätigkeit nicht in Vergessenheit geraten darf, damit die "Batterien" im grünen Bereich bleiben.

In der sportpsychologischen Betreuung finden Coaches einen Raum und professionelle Unterstützung, die besagten Themen zu betrachten, die Trainingsqualität weiterzuentwickeln, sich mit der eigenen Rolle auseinanderzusetzen und/oder das eigene Handlungsrepertoire zu erweitern. Ein "Werkzeug", dass meiner Ansicht nach beispielsweise eine echte Geheimwaffe ist, aber aufgrund mangelnden Fachwissens noch selten bis kaum zum Einsatz kommt, ist das Thema der bewussten, zielführenden Kommunikation. Man bedenke: JEDE (sportliche) Handlung beginnt im Kopf! Diese Tatsache birgt enormes Potenzial, durch bewusstere Wortwahl und Verhaltensweisen bei AthletInnen Bereiche zu aktivieren, die wünschenswerte Handlungen im Sport fördern. Das Training kann in vielerlei Hinsicht schlichtweg effizienter gestaltet werden. Und das, je nach Inhalt, nicht nur ein bisschen. Beim Coach-the-Coach geht es um das Wie und Warum.

Coaching... ein spannendes Arbeitsfeld! Trainer sind einfach das Salz in der Suppe.


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